Chinesische Arbeitsgenehmigung: Beglaubigung und Legalisierung

Chinesische Arbeitsgenehmigung: Beglaubigung und Legalisierung

Sobald der Arbeitgeber in China mit der Beantragung einer Arbeitserlaubnis beginnt, muss der deutsche Arbeitnehmer eine Reihe von Dokumenten beisteuern. (Siehe hierzu auch unseren Blog Eintrag „Neue Arbeitsstelle in China“). Zwei der Dokumente müssen in einem mehrstufigen Verfahren in Deutschland über-, endbeglaubigt und legalisiert werden, bevor sie in der VR China verwendet werden können: 


I) Polizeiliches Führungszeugnis (nicht älter als 6 Monate)

II) Höchster Universitätsabschluss 


Im Folgeneden präsentieren wir einen Überblick über die Beantragung und die notwendigen Vorbereitungsschritte in Deutschland. 


I) Polizeiliches Führungszeugnis 


1) Beantragung

 

Für die Ausstellung eines polizeilichen Führungszeugnisses ist das Bundesamt für Justiz (BfJ) mit Sitz in Bonn zuständig. Die Antragsstellung ist nur für den Antragsteller selbst oder für eine vom Antragssteller gesetzlich vertretene Person möglich. Ein aktuelles Führungszeugnisses kann grundsätzlich auf zwei Wegen beantragt werden: 1) Über das Online Portal des Bundesamt für Justiz [https://www.fuehrungszeugnis.bund.de/] oder 2) Persönlich oder schriftlich unter Vorlage des Personalausweises oder eines Reisepasse bei der lokalen Meldebehörde.

 

2) Überbeglaubigung (BfJ)

 

Der erste Beglaubigungsschritt für das polizeiliche Führungszeugnis ist die Überbeglaubigung durch das Bundesamt für Justiz (BfJ) in Bonn.

 

Für die Überbeglaubigung gibt es zwei Antragswege:

 

a) Die Überbeglaubigung kann gleichzeitig mit dem Antrag auf Erteilung eines polizeilichen Führungszeugnisses beim Bundesamt für Justiz mit beantragt werden.

 

b) Es kann nachträglich beim Bundesamt für Justiz unter Vorlage des originalen Führungszeugnisses ein Antrag auf Überbeglaubigung gestellt werden. Der Antrag kann sowohl durch persönliches Erscheinen als auch auf postalischem Wege gestellt werden.

 

3) Endbeglaubigung (BVA)

 

Der zweite Beglaubigungsschritt erfolgt durch das Bundesverwaltungsamt (BVA) mit Sitz in Köln [ https://www.bva.bund.de ].   

 

Für die Endbeglaubigung gibt es wiederum zwei Antragswege:

 

a) Die Endbeglaubigung kann persönlich oder durch einen Vertreter/Agentur beim BVA beantragt werden. In diesem Fall kann die Endbeglaubigung meist am selben Tag ausgestellt werden.

 

b) Der Antrag auf Endbeglaubigung kann auch postalisch beim BVA gestellt werden. Hierfür sendet der Antragssteller ein Antragsformular und das vorbeglaubigte originale Führungszeugnis an das BVA. Das fertig endbeglaubigte Dokument wird dann an eine Postanschrift innerhalb der Bundesrepublik Deutschland versendet. Für postalische Anträge übernimmt das BVA keine Garantie für die Dauer der Bearbeitungszeit.

 

4) Legalisierung Chinesische Botschaft/Konsulat


Als dritter Schritt folgt die Legalisierung des endbeglaubigten polizeilichen Führungszeugnisses durch die chinesische Botschaft oder ein chinesisches Konsulat in Deutschland.

 

Die Beantragung muss persönlich oder durch einen Vertreter/Agentur erfolgen. Zusätzlich zum endbeglaubigten Führungszeugnis muss eine Passkopie des Antragstellers, sowie ein unterschiebenes Antragsformular eingereicht werden.

 

Übersetzung ins Chinesische


Für die Verwendung des fertig beglaubigten und legalisierten Dokumentes in der Volksrepublik China ist zusätzlich eine Übersetzung ins Chinesische notwendig. In manchen Fällen übernimmt der Arbeitgeber in China die Übersetzung, in manchen Fällen wird der Arbeitnehmer gebeten eine Agentur mit der Übersetzung zu beauftragen.

 

Versand nach China


Im Anschluss and die Legalisierung wird das polizeiliche Führungszeugnis postalisch an den zukünftigen Arbeitgeber in China versendet.

 

ShortcutZ-China bietet einen umfassenden Legalisierung Service für Ihr polizeiliches Führungszeugnis an. Sparen Sie sich zusätzliche Recherchen und Behördengänge. Wir legalisieren Ihr Dokument schnell, zuverlässig und zu kompetitiven Preisen. Auf Wunsch übernehmen wir auch die Übersetzung des Dokuments ins Chinesische, sowie den Versand an Ihren Arbeitgeber in China. Schreiben Sie uns an, unsere Service Mitarbeiter sind gerne jederzeit für Sie da.


 II) Höchster Hochschulabschluss


Ein deutscher Hochschulabschluss kann ebenfalls nicht ohne weiteres für die Beantragung einer Arbeitserlaubnis in China zum Einsatz kommen. Es gibt hier grundsätzlich zwei Möglichkeiten das Abschlusszeugnis entsprechend vorzubereiten.

 

1) Das Abschlusszeugnis wird in einem einstufigen Prozess beim chinesischen Erziehungsministerium authentifiziert.

 

2) Das Abschlusszeugnis wird in einem vierstufigen Verfahren in Deutschland über-, endbeglaubigt und legalisiert.

 

 

1 Authentifizierung durch das Chinesische Erziehungsministerium

 

Seit dem Jahr 2018 gibt es zusätzlich die Möglichkeit einen ausländischen Hochschulabschluss über das chinesische Erziehungsministerium authentifizieren zu lassen.

 

Für die Beantragung müssen folgende Unterlagen eingereicht werden.

 

1) Ein Farbscan des Hochschulzeugnisses

2) Ein Farbscan des Reisepasses

3) Digitales Passfoto

4) Freigabe/Antragsformular

5) Persönliche Angaben zum Bildungsabschluss

 

Das chinesische Erziehungsministerium prüft direkt bei der deutschen Hochschule, ob der Antragssteller tatsächlich den angegebenen Hochschulabschluss erworben hat. Nach Abschluss der Prüfung stellt das Erziehungsministerium eine digitale Authentifizierungsurkunde auf Chinesisch aus, die ohne weitere Übersetzung überall in der Volksrepublik China verwendet werden kann.

 

Die Bearbeitungszeit bei diesem Verfahren beträgt maximal 20 Arbeitstage ab erhalt der Unterlagen. Im Vergleich zur klassischen Legalisierung eines deutschen Hochschulabschlusses durch das BVA und die chinesische Botschaft sparen Sie sich in den meisten Fällen ca. einen Monat Wartezeit.   

 

Machen Sie sich unsere Erfahrung bei diesem Antragsverfahren zu nutzen! Schreiben Sie uns, wir beraten Sie gerne zeitnah und kostenlos.

 

 

2) Beglaubigung und Legalisierung in Deutschland

 

a) Beglaubigte Kopie Hochschule

 

Im ersten Schritt wendet sich der Antragsteller an das Prüfungsamt der Hochschule, die das Abschlusszeugnis ausgestellt hat. Unter Vorlage des Originals stellt die Universität eine beglaubigte Kopie des Originals oder eine Zweitausfertigung des Originals aus. Grundsätzlich kann eine beglaubigte Kopie sowohl persönlich als auch schriftlich angefordert werden. Bei einem schriftlichen Antrag muss ebenfalls die originale Urkunde postalisch an die Universität versendet werden. Bei schriftlichen Anträgen lässt sich die Bearbeitungszeit schlecht abschätzen und variiert stark zwischen unterschiedlichen Hochschulen. Eventuell empfiehlt es sich im Voraus mit der eigenen Universität telefonisch in Kontakt zu treten und sich zu informieren.

 

b) Überbeglaubigung auf Landesebene


Im zweiten Schritt wird die beglaubigte Kopie des Hochschulzeugnisses auf Landesebene überbeglaubigt. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Sitz der Hochschule. Im Folgenden sehen Sie eine Übersicht der zuständigen Landesbehörden. Bitte informieren Sie sich direkt bei den jeweiligen Stellen zu Antragswegen und zusätzlichen Bestimmungen.

 

Baden-Württemberg: Ministerium für Wissenschaft und Forschung

Bayern: Regierung

Berlin: Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LA BO II A, "Zentrale Einwohnerangelegenheiten")

Brandenburg: Landeshauptstadt Potsdam

Bremen: Senator für Inneres, Kultur und Sport

Hamburg: Behörde für Inneres

Hessen: Regierungspräsidium

Mecklenburg-Vorpommern: Ministerium für Inneres und Europa, Schwerin

Niedersachsen: Polizeidirektionen Braunschweig, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück

Nordrhein-Westfalen: Bezirksregierung

Rheinland-Pfalz: Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Kaiserslautern

Saarland: Landesverwaltungsamt, St. Ingbert

Sachsen: Landesdirektion Sachsen

Sachsen-Anhalt: Landesverwaltungsamt in Magdeburg

Schleswig-Holstein: Ministerium für Inneres, Ländliche Räume und Integration, Kiel

Thüringen: Landesverwaltungsamt Thüringen in Weimar


Quelle: Bundesverwaltungsamt https://www.bva.bund.de/DE/Services/Unternehmen-Verbaende/Compliance-Recht/Apostillen-Beglaubigungen/_documents/Info_Beglaubigung_Kachel.html

 

c) Endbeglaubigung (BVA)

 

Der dritte Schritt stellt die Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt (BVA) mit Sitz in Köln [ https://www.bva.bund.de ] dar.   

 

Für die Endbeglaubigung gibt es zwei Antragswege:

 

a) Die Endbeglaubigung kann persönlich oder durch einen Vertreter/Agentur beim BVA beantragt werden. In diesem Fall kann die Endbeglaubigung meist am selben Tag ausgestellt werden.

 

b) Der Antrag auf Endbeglaubigung kann auch postalisch beim BVA gestellt werden. Hierfür sendet der Antragssteller ein Antragsformular und das vorbeglaubigte Hochschulzeugnis an das BVA. Das fertig endbeglaubigte Dokument wird dann an eine Postanschrift innerhalb der Bundesrepublik Deutschland versendet. Für postalische Anträge übernimmt das BVA keine Garantie für die Dauer der Bearbeitungszeit.

 

d) Legalisierung Chinesische Botschaft/Konsulat

 

Als dritter Schritt folgt die Legalisierung des endbeglaubigten Hochschulzeugnisses durch die chinesische Botschaft oder ein chinesisches Konsulat in Deutschland.

 

Die Beantragung muss persönlich oder durch einen Vertreter/Agentur erfolgen. Zusätzlich zum Hochschulzeugnis muss eine Passkopie des Antragstellers, sowie ein unterschiebenes Antragsformular eingereicht werden.

 

Übersetzung ins Chinesische


Für die Verwendung des fertig beglaubigten und legalisierten Dokumentes in der Volksrepublik China ist zusätzlich eine Übersetzung ins Chinesische notwendig. In manchen Fällen übernimmt der Arbeitgeber in China die Übersetzung, in manchen Fällen wird der Arbeitnehmer gebeten eine Agentur mit der Übersetzung zu beauftragen.

 

Versand nach China


Im Anschluss and die Legalisierung wird das Hochschulzeugnis postalisch an den zukünftigen Arbeitgeber in China versendet.

 

 

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